Wellenreiterin Merle Wedekind im Erdschwalbe-Interview

08.01.2019 11:56

Erdschwalbe: Merle, wie bist Du zum Wellenreiten gekommen?

Merle Wedekind: Ich war schon seit meiner Kindheit Wasser-afin und habe fast jede Wassersportart einmal ausprobiert. Als ich dann nach dem Abi nach Australien gegangen bin, da bin ich dann das erste Mal mit Wellenreiten in Kontakt gekommen. Das erste Mal auf den Brett paddeln war gar nicht so einfach. Ich hab mir auch keinen Lehrer genommen, sondern bin einfach auf eigene Faust los gepaddelt. Es  hat dann schon etwas länger gedauert, bis ich dann wirklich professionell mit Wellenreiten angefangen hab, aber das erste Mal stand ich in Australien auf einem Board.

Erdschwalbe: Was reizt Dich an diesem Sport besonders?

Merle Wedekind: Andere Sportarten fangen mich nach einiger Zeit immer an zu langweilen. Beim Wellenreiten wurde mir jedoch noch nie langweilig. Es ist jedes Mal abwechslungsreich. Jeden Tag sieht der Ozean anders aus und ich werde nie die gleiche Welle zweimal surfen können. Jede Welle ist einzigartig. Es gibt zwar mittlerweile Webseiten auf denen man schauen kann wie die Wellen die nächsten Tage werden. Jedoch ist es dann trotzdem immer eine Überraschung, wenn man dann zum surfspot kommt. Durch diese Unbeständigkeit ist es schwer zu trainieren. Es ist nicht wie ein Fitnessstudio oder eine Skatepark wo man, egal bei welchem Wetter und zur jeder Uhrzeit, einfach trainieren gehen kann. Wellenreiten erfordert mehr Zeit und Geduld. Du kannst den Ozean ja nicht beeinflussen, sondern musst annehmen was er dir gibt.

Erdschwalbe: Welche Surfspots kennst Du bereits persönlich?

Merle Wedekind: Ich habe sehr viel in Indonesien gesurft, dann auch noch in Tahiti und Barbados. Das sind die Spots mit warmem Wasser und natürlich auch meine Liebsten ;) Sonst hatte ich noch Wellen in Frankreich, Spanien, Kapstadt und Portugal. Natürlich nicht zu vergessen sind Dänemark und Deutschland. von 2012 bis 2017 habe ich auf Bali gelebt und da war Uluwatu im Süden Balis mein Homespot. Jetzt wohne ich in Kiel und die Ostsee ist meine Base.

Erdschwalbe: Nimmst Du auch an Wettkämpfen teil und wenn ja, wie bereitest Du dich darauf vor?

Merle Wedekind: Ich habe in meiner Bali Zeit an Wettkämpfen teilgenommen und auch in Frankreich mal bei den Deutschen Meisterschaften und ADHs. Die beste Vorbereitung war da natürlich so viel Zeit wie möglich in den Wellen zu sein. Dazu kam dann noch gesunde Ernährung, guter Schlaf und Stretching. Momentan surfe ich keine Wettkämpfe mehr und halte mich mit Fitness und Yoga fit für Surftrips. Ich bin kein Wettkampftyp. Ich surfe viel lieber für mich alleine und messe mich nicht gerne mit anderen. 

Erdschwalbe: Auf welche Fähigkeiten und Eigenschaften kommt es Deiner Meinung nach beim Wellenreiten besonders an?

Merle Wedekind: Wellenkenntnis. Lesen wie eine Welle bricht und wo man sitzen muss um eine gute Welle zu bekommen. Das kann einem niemand beibringen, sondern es muss einfach selber im Wasser gelernt werden. Es gibt da auch keinen kurzen Crash Kurs, sondern es braucht einfach Zeit den Ozean und die Wellen verstehen zu lernen. Man kann als Anfänger ein paar Tipps bekommen über den Mechanismus der Wellen. Dann ist es jedoch die Fähigkeit des Wellenlesens im Wasser alleine zu lernen. Natürlich kommt dann noch Balancegefühl und Körperkontrolle hinzu. Gerade das Aufstehen auf kleinen wackligen Brettern braucht viel Übung. Jedoch muss man vor dem Aufstehen erst mal eine Welle bekommen und die Wellenkenntnis ist dann essentiell.

Erdschwalbe: Wie wichtig ist körperliche und geistige Fitness beim Surfen und wie hart arbeitest Du dafür?

Merle Wedekind: Wenn man erst mal gelernt hat, wie man aufsteht und eine Welle abreitet, dann ist die körperliche Fitness eigentlich gar nicht mehr so wichtig. Du brauchst kein Sixpack um eine Welle zu Reiten. Eine gewisse Ausdauer und Körpergefühl ist jedoch wichtig. Gerade am Anfang hat man oft schmerzende Schultern und das Paddeln ist sehr anstrengend. Daran gewöhnt sich der Körper jedoch nach einiger Zeit. Dann wird es nur anstrengend, wenn die Wellen groß und unsortiert sind. Geistige Fitness ist hingegen immer wichtig. Man muss die ganze Zeit den Ozean beobachten und aufmerksam sein. Keine Panik bekommen, wenn man mal unter Wasser ist und richtig Handeln, wenn man sein Brett verliert.

Erdschwalbe: Welchen Stellenwert siehst Du dabei in der Ernährung und wie sieht generell Deine Ernährung aus?

Merle Wedekind: Ernährung ist mehr sehr wichtig. Ich lebe zum größten Teil vegan und low carb. Dabei achte ich auf abwechslungsreiche Gerichte mit viel Gemüse. Ich bin auch ein totaler Smoothie und Muesli Fan, das könnte ich den ganzen Tag essen. Durch meine Ernährungsweise kann ich Einfluss auf meinen Körper nehmen und so meine Lebensqualität steigern. Wenn ich mir einen Smoothie oder Salat mache, dann bin ich gleich ein Stück glücklicher und fühle mich wohl in meinem Körper. Ich denke aber nicht, dass meine Ernährungsform für jeden das Richtige ist. Das muss jeder selber ausprobieren und seine geeignete Ernährung finden.

Erdschwalbe: Wieso empfiehlst Du Produkte von Erdschwalbe?

Merle Wedekind: Ich gehe momentan regelmäßig ins Fitnessstudio, da ich keine Zeit für Surf trips habe. Mir macht es Spaß meinen Körper zu trainieren und auch Veränderungen zu sehen. Die Proteinpulver von Erdschwalbe sind eine perfekte Ergänzung zu meiner Ernährung und Training. Sie passen gut in jeden Smoothie oder ich kann sie unter mein Müsli mischen. Dabei ist mir die Bio-Qualität ungemein wichtig und alle Proteinpulver sind vegan und kohlenhydratreduziert. Den Geschmack finde ich auch echt super, jedes Pulver hat seine ganz individuelle Note. Mein Liebling ist Kürbiskern Proteinpulver.


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